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Fahrradladen MehringhofLageplan - so finden Sie zu uns
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin

Tel.: (030) 6916027

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Unsere Öffnungszeiten:
Montag: 12 - 19 Uhr
Dienstag - Freitag: 10 - 19 Uhr
Samstag: 11 - 15 Uhr

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Physioberatung

Der Motor bist Du
Gesundes Radfahren mit System

Physioberatung

Der Motor bist Du

  • Sie wollen es sich auf dem Fahrrad bequem machen?
  • Mit Lust und Energie neue Wege erkunden?
  • Radreisen durchführen mit dem gutem Körpergefühl ?


Wir haben uns geschult, um Sie Ihren Wünschen so nah wie möglich zu bringen:

Körpergerechte Produkte sorgen für Komfort und gleichbleibende Leistung. Wir können auch Ihr Fahrrad mit einem anatomischen Sattel ausrüsten und Sie zB durch einen Lenkerumbau in eine korrekte Sitzhaltung positionieren. Dank fortgeschrittener Technik und unserem Wissen lassen sich iindividualisierte Sitzpositionen auf Ihr Rad übertragen. Auch der Einsatz von Pedelecs und E-Bikes bietet Unterstützung.

Wir lassen uns jedes Jahr durch die Arbeitsgemeinschaft gesunder Rücken ev schulen und erhalten somit unser Wissen über Mensch und Maschine auf dem neuesten Stand. Wir sind als AGR Fachgeschäft zertifiziert.

Die folgenden Kapitel behandeln die häufigsten bekannten Problemzonen.


1. Wirbelsäule - der alles tragende Rücken

Um eine für die Wirbelsäule korrekte Sitzposition zu erhalten, ist als erstes mal die für die Körpergröße optimale Rahmenhöhe die Voraussetzung. Wer ein ungefähres körperliches "Normmaß" hat, hat in dieser Beziehung keine allzu großen Probleme etwas passendes zu finden. Für ganz lange und ganz kleine Menschen findet sich im guten Fachhandel (natürlich bei uns) bestimmt auch eine Lösung.

Jeder Hersteller verwendet eine andere Rahmengeometrie. Oft macht schon der Unterschied von einem halben Zentimeter Länge ein anderes Fahrgefühl aus.

Wie werden Stöße auf die Wirbelsäule am sinnvollsten abgefangen?

Als erstes dadurch, daß die Wirbelsäule leicht schräg nach vorne geneigt ist. Auch bei Rückenproblemen ist die leichte Vornneigung sinnvoll, damit die Stöße mit Armen abgefedert werden können. Sonst schlägen sie voll auf die Wirbelsäule durch.

Richtig sitzt man auf einem Fahrrad in einer Position von ca. 70 bis 45 Grad. Schultern und Nacken sind entspannt. Das Körpergewicht ist gut auf alle "Ablageplätze" am Rad (Lenker, Sattel und Pedale) verteilt. Hier empfiehlt sich zur Abdämpfung der harten Stöße in die Wirbelsäule eine gefederte Sattelstütze besonders bei Rädern aus Aluminium und/oder eine gefederte Gabel vorn. Kleine Stöße werden auch von dicken Reifen absorbiert.

Ist die Vorneigung der Wirbelsäule nicht möglich (z.b. empfindliche Halswirbel) sollte man über ein vollgefedertes Fahrradad nachdenken. Dieses fängt die groben Fahrbahnstöße weitgehend ab. Der Dämpfer an einem vollgefedertem Rad sollte auf Ihr Gewicht eingestellt sein, sonst ist eine Federung/Dämpfung sinnlos. Sie sitzen sonst wie auf einem Sofa, welches bei jeder Pedalumdrehung mithoppelt, oder auf einem Brett und die Stöße gehen trotz "Fully" in Ihre Bandscheiben.


2. Schultern / Nacken

Hier machen sich bei falscher Sitzposition meist die ersten Beschwerden bemerkbar. Verspannungen, Ziehen und Stechen und der Wunsch, den Kopf am liebsten auf die Brust baumeln zu lassen, anstatt ihn verkrampft aufrecht halten zu müssen, um etwas im Straßenverkehr zu sehen, sind die Anzeichen dafür.

Wir können Ihnen meistens helfen, indem wir einen anderen Vorbau oder einen komfortableren Lenker montieren,Wird die Position der Wirbelsäule mehr in die senkrechte Haltung verschoben, wird das Gesäß stärker belastet und die Arme entlastet. Es ist zu prüfen, ob der vorhandene Sattel dem verändertem Druck statthalten kann, oder ob, damit die Beschwerden sich nicht von den Schultern in den Allerwertesten verschieben, ein anderer Sattel montiert werden müßte.


3. Das Gesäß - Du fühlst auf was du sitzt

Hier kommen die meisten Klagen. Dabei ist das oft am Einfachsten!

Auf jedem neuen Rad, wie es meist in den Läden steht, ist ein Sattel, aber kein besonderer.

Auch Räder für Frauen werden oft mit denselben Sätteln ausgeliefert, wie auch Räder für Männer. Obwohl es doch jedem klar sein müßte, daß da doch ein kleiner Unterschied ist. Frauen haben ein breiteres Becken und somit muß der Sattel breiter sein, da die Sitzhöcker weiter auseinander liegen!
Frauen finden Männersättel unbequem und Männer finden Frauensättel unbequem. Ist doch logisch.
Außerdem haben Frauen und Männer an anderen Stellen ihre Druckempfindlichkeiten. Wenn Sie hier Beschwerden haben und glauben, daß Radfahren deshalb nichts für Sie ist, dann lassen Sie sich von uns überzeugen.
Es gibt anatomisch geformte Sättel für Frauen, wie für Männer, für jede Sitzposition und jede Haltung. Die Sattelhersteller von anatomischen Sätteln sind von den unterschiedlichen Beckenformen ausgegangen. Die Sättel sind mit den unterschiedlichsten Materialien gefüllt und/oder haben Aussparungen an den neuralgischen Punkten.
Wenn Sie unterschiedliche Sättel testen, (bei uns selbstverständlich möglich) ersitzen Sie sich Ihren Sattel selbst.
Weiterhin ist die Sattelneigung noch von bedeutender Rolle. Wir probieren das gerne mit Ihnen so lange aus, bis es richtig sitzt.
Es hilft hier nur eins: immer wieder verstellen, probefahren, verstellen, probefahren bis es sich richtig gut anfühlt.

Aber: die Geduld lohnt sich. Wenn Sie mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht unsren Laden verlassen, weil Sie das erste Mal bequem auf Ihrem Rad sitzen, freuen wir uns garantiert mit Ihnen.


4. Hände

Wenn es in den Fingern kribbelt, einzelne Finger einschlafen und/oder es in den Handgelenken zieht, sind durch falsche Sitzposition und Griffhaltung meist Nerven eingeklemmt.

Wenn das Handgelenk abgeknickt ist, und der Lenker nicht die richtige Form und Breite hat, kann das den Fahrspaß empfindlich beeinträchtigen. Man kann diese Probleme mit Anpassung des vorhandenen Lenkers an die Schulterbreite verbessern, so die Lenkerform dies zuläßt. Weiterhin ist die Montage eines neuen Lenkers, eventuell in Verbindung mit einem neuen Vorbau (siehe oben) nötig. Empfehlenswert ist ein Multipositionslenker.

Er läßt die meistmöglichen Griffpositionen zu und ist auf jeden Fall für Tourenradler zu empfehlen, die auf längerer Strecke öfter mal die Handposition verändern sollten.

Weiterhin können noch ergonomisch geformte Griffe montiert werden, die dem Handgelenk seine korrekte Position auf dem Lenker vorgeben. Weiterhin ermöglichen diese Griffe eine größere Auflagefläche für die Hände.

Sie sollten auch darauf achten, Ihre Griffe nicht zu lange zu fahren, sie werden mit der Zeit oft spröde und rissig und das fängt dann oft an zu drücken oder einzuschneiden. Ab und zu mal die Griffe austauschen ist hier die vielleicht ganz einfache Lösung.


5. Hüfte

Für die Regeneration des Hüftgelenks ist radfahren grundsätzlich gut. Sollten Sie bereits Bewegungseinschränkungen in der Hüfte haben, ist auf eine niedrige Durchstiegshöhe des Rahmens zu achten. Dies ist technisch heute möglich, da neue Rahmenmaterialen es ermöglichen, einen sehr tiefen Einstieg zu schaffen und dennoch einen stabilen Rahmen zu bauen. Auf jeden Fall ist, wie bei allen Gelenkproblemen im Gehapperat, in kleinen Gängen zu fahren.


6. Knie

Knieprobleme entstehen meist durch eine falsch eingestellte Sattelhöhe. Faustregel ist: Mit dem Fußballen aufs unten stehende Pedal stellen. Dann darf das Knie nicht durchgedrückt sein! Es muß noch eine leichte Beugung aufweisen. Sonst ist der Sattel zu hoch eingestellt und Ihr Kniegelenk wird überdehnt. Ist der Sattel zu niedrig, wird die Kniescheibe zu sehr belastet.
Wir hören immer wieder das Argument, daß man in der richtigen Sitzposition gar nicht mehr mit dem Fuß auf den Boden käme. Hier kommt es auf die Propotionen von Ihrer individuellen Körperform und der Rahmengeometrie an. Der Abstand vom Pedal zum Boden und Ihre Schuhgrösse sind dafür ausschlaggebend. Ab Größe 48 kommen Sie bei jedem Fahrrad auf den Boden!
Möglicherweise Sie kommen nicht runter und sitzen dafür aber in einer richtigen Position. Besser an der Ampel absteigen als ein Gelenk verschleißen.

Bei schon vorhandenen Knieproblemen können wir über Verbesserungsmöglichkeiten Ihrer Schaltungsübersetzung reden. Da läßt sich oft noch einiges machen.
Hier gilt:

»Fahren Sie eine hohe Drehzahl auf dem vorderen Kettenblatt. Wir sprechen von Trittfrequenz/Umdrehungen der (Tret-) Kurbel pro Minute. Gesundheitsfördendes Radfahren beginnt bei 60 Kurbelumdrehungen pro Minute. Die Knorpelregenerierung kann erst bei einer starken Durchblutung des gesamten Kniegelenks stattfinden. Sie sollten auf jeden Fall immer in leichten Gängen fahren, besonders beim Anfahren. Fahren Sie schaltfreudig!«

Weiterhin ist es heute möglich, ein Pedelec oder E-Bike zu benutzen, die Ihnen immer Rückenwind verschaffen. Somit haben sie den Trainingseffekt des Radelns erhalten und können die Gelenke entlasten, wenns mal schwer wird. Es existiert auch die Möglichkeit, in ein vorhandenes Rad unter Umständen einen Elektromotor einzubauen.

7. Fuß

Hier können die Zehen einschlafen, es kann kribbeln und im Fußgelenk stechen. Meist ist die Sattelhöhe nicht korrekt eingestellt. Das andere Problem, was wir häufig finden, ist, daß der Fußballen nicht so auf dem Pedal liegt, wie es für schmerzfreies Fahren notwendig ist. Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen (natürlich nicht wie im Ballett, sondern wie wir es im Turnunterricht gemacht haben!). Sie stehen nun auf dem Fußballen, der auf der Pedalachse aufliegt. Achten Sie darauf, die Pedale nicht mit dem Fußgewölbe zu betätigen. Dies ist ein häufig auftretender Haltungsfehler, wodurch die gesamte Sitzhaltung zum Negativen verändert werden kann. Bei Schiefstellungen von Gelenken kann die Einstellung der Sitzposition stark variieren (nehmen Sie sich für Ihre Sitzposition viel Zeit). Radfahren mit zu engen Schuhen oder sehr weichen Sohlen bereitet nicht lange Freude. Es kommt zu Druckschmerzen.

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